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zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 27. März 2013
VW Scirocco auf koreanisch: Kia Pro_Cee'd im Test

Pro_Cee'd: So nennt Kia die dreitürige Ausgabe des Golf-Konkurrenten Cee'd



Pro_Cee'd: So nennt Kia die dreitürige Ausgabe des Golf-Konkurrenten Cee'd - 1 (© © AutoNEWS)
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Monaco, 25. März 2013 - Warum drei Türen, wenn es auch fünf sein können? Und warum für zwei Türen weniger auch noch 300 Euro mehr zahlen? Diese Frage stellt sich im Zusammenhang mit dem neuen Kia Pro_Cee'd. Doch kompakte Dreitürer treten schon länger nicht mehr als preisgünstige Einstiegsvarianten, sondern als sportlich-elegante Ableger ihrer fünftürigen Geschwister an. Das ist beim Opel Astra GTC so, beim Renault Mégane Coupé und jetzt eben auch beim Pro_Cee'd. Der Dreitürer mit dem wenig eingänglichen Namen komplettiert jetzt das Cee'd-Programm um die wohl schönste Karosserievariante.

Eigenständige Seiten- und Heckansicht
Hinsichtlich der Außenabmessungen unterscheidet sich der Pro_Cee'd kaum von seinem fünftürigen Bruder: 4,31 Meter lang, 1,78 Meter breit und 2,65 Meter Radstand. Allerdings verläuft die Dachlinie vier Zentimeter niedriger. Weitere Änderungen sind in der Seitenansicht zu erkennen. Die B-Säule wurde 22 Zentimeter nach hinten versetzt, die C-Säule ist deutlich breiter geworden, die Fensterlinie steigt stärker nach hinten an und endet mit einem markanten Knick nach oben. Die eigenständige Heckpartie ist muskulöser gezeichnet. Ein neuer Stoßfänger, eine andere Heckklappe und kleinere Rückleuchten unterstreichen den dynamischen Auftritt.

Auch hinten sitzt man bequem
Zielgruppe des neuen Pro_Cee'd sind vor allem Singles und junge Paare. Doch obwohl viel Wert auf einen schicken Auftritt gelegt wurde, kommt der praktische Nutzwert nicht zu kurz. Der Gepäckraum besitzt zwar eine etwas schmalere Öffnung, bietet im Normalzustand jedoch wie beim Fünftürer ein Fassungsvermögen von 380 Liter - das sind exakt so viel wie beim VW Golf. Lediglich bei umgeklappten Rücksitzlehnen fällt das Kofferraumvolumen geringer aus als beim Fünftürer: 1.225 statt 1.318 Liter. Der Einstieg in den Fond ist wie bei allen Dreitürern nur mit Verrenkungen möglich, dafür erwartet die Passagiere hinten ein manierliches Platzangebot. Bein- und Kniefreiheit gehen absolut in Ordnung, nach oben haben Personen bis 1,80 Meter Körpergröße Platz. Die kleinen Fensterflächen hinten erschweren nicht nur die Rundumsicht für den Fahrer, sondern rauben Reisenden im Fond auch die Möglichkeit, sich ausführlich die Umgebung anzusehen.

Cockpit: Schlicht, aber übersichtlich
Da haben es Fahrer und Beifahrer im Pro_Cee'd deutlich besser. Die flach stehende, weit nach unten gezogene Windschutzscheibe bietet zumindest nach vorne einen tadellosen Ausblick. Das überwiegend in Schwarz gehaltene Cockpit wirkt in der Basisausführung recht schlicht und duster, in den höherwertigen Ausstattungen sorgt der Einsatz von Chrom, Klavierlack und auf Wunsch einer zweifarbigen Polsterung für ein bisschen Pepp. Materialwahl und Verarbeitung gehen in Ordnung, die Bedienung erfolgt intuitiv. Lediglich das Multifunktionslenkrad ist mit zu vielen Tasten übersät. Für vergleichsweise günstige 1.000 Euro gibt es ein Navigationssystem mit Siebenzoll-Touchscreen, ansprechender Grafik und Sprachsteuerung.

Zwei eher müde Motoren
Für den Antrieb stehen die beiden stärkeren aus dem Cee'd bekannten Motoren zur Wahl: als Diesel der 1.6 CRDI und auf Benzinerseite der 1.6 GDI. Die beiden Vierzylindertriebwerke sind aber nicht gerade ein Ausbund an Spritzigkeit. Der aufgeladene Selbstzünder fühlt sich nicht nach 128 PS an. Und der leise, laufruhige Benzindirekteinspritzer bietet ebenfalls nur bedingt Fahrspaß. 135 PS und mäßige 165 Newtonmeter Drehmoment sorgen auch nicht für sonderlich spektakuläre Fahrleistungen: 9,9 Sekunden vergehen für den Spurt von null auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 195 km/h. Passend zum dynamischen Aussehen des Pro_Cee'd wären etwas sportlichere Motoren wünschenswert. Die stehen immerhin in den Startlöchern. Ab Sommer 2013 ergänzt ein neuer 1,6-Liter-Turbobenziner mit 204 PS das Angebot. Solange müssen sich die Kunden mit den beiden vorhandenen Aggregaten begnügen. Der von uns gefahrene 1.6 GDI, serienmäßig mit einer Sechsgang-Schaltung kombiniert, gönnt sich laut Hersteller 6,1 Liter Super auf 100 Kilometer. In der Praxis werden daraus schnell Werte zwischen acht und neun Liter. Ein Start-Stopp-System gibt es für den Benziner nur in der Topausstattung Spirit.

Verstellbare Lenkung
Bei unseren Testfahrten in den französischen Seealpen präsentierte sich der Pro_Cee'd straff genug gefedert, um Kurven auch zügig problemlos zu absolvieren. Dennoch bietet das Fahrwerk guten Alltagskomfort, verzeiht kleine Unebenheiten und überträgt nur kurze Stöße zu direkt auf die Insassen. Die so genannte "Flex-Steer-Lenkung" wechselt auf Knopfdruck zwischen den Einstellungen Normal, Comfort und Sport. Je nach Fahrweise und individuellen Vorlieben kann der Fahrer sie etwas leicht- oder schwergängiger handhaben. Genügend Rückmeldung bietet die Lenkung bereits im Normal-Modus.

Los geht‘s unter 20.000 Euro
Der neue Pro_Cee'd startet als 1.6 GDI bei 18.490 Euro, der Diesel ist ab 19.890 Euro zu haben. Das entspricht - wie eingangs bereits erwähnt - einem Aufpreis von 300 Euro gegenüber dem entsprechenden Fünftürer. Wie von Kia gewohnt, sind Extras überwiegend an feste Ausstattungslinien und Options-Pakete gebunden. Optionen wie der Spurhalteassistent, Xenonscheinwerfer, Ledersitze oder die Lenkradheizung können nicht einzeln hinzugebucht werden. Doch selbst in der Topvariante Spirit (21.590 Euro) ist der Pro_Cee'd 1.6 GDI immer noch günstiger als die vergleichbar motorisierten Opel Astra GTC (22.250 Euro), Renault Mégane Coupé (22.690 Euro) und VW Scirocco (23.100 Euro) in der jeweiligen Basisausstattung.

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